Februar 7, 2021

Im Dunkel Dein Licht 05.02.2017-05.02.2021

zum fünften Jahrestag der Diakonenweihe


Habe gerade festgestellt, dass ich am 5.2. schon meinen fünften Weihetag als Diakon hatte…(Jes 58,10): Den (in Geist und Herzen?) Verfinsterten einen Lichtschimmer  aufgehen lassen zu können, damit ihre Finsternis hell werde wie der Mittag, ist das keine Berufung, gerade hinter Gitterstäben… ??? Jes 58,10

Februar 5, 2021

Gebet in der Welt 8.2.2021– Gebet für Menschen, deren Würde missachtet wird

Einführung: Wir feiern heute den Gedenktag der hl. Josefine Bakhita. Unser ehemaliges Haus in London heißt jetzt „Caritas Bakhita House“ und ist für Frauen, die von moderner Sklaverei betroffen waren. Deshalb wurde ich auch auf einen Roman aufmerksam, der das Leben dieser als „Heilige“ verehrten Frau beschreibt. Josefine Bakhita wurde im Sudan geboren und schon als Kind mehrmals als Sklavin verkauft. Schließlich kam sie zu einem italienischen Konsul, und mit diesem nach Italien. Dort wurde sie mit dem von ihr betreuten Mädchen in ein Klosterinternat gebracht. Sie ließ sich taufen, erzwang gerichtlich ihre Freilassung und trat in den Orden ein. Auf Wunsch des Ordens schrieb sie ihre Lebensgeschichte samt vielen Demütigungen und Grausamkeiten nieder.

In der UN-Menschenrechtscharta heißt es: „ Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren“. Aber trotzdem werden auch heute viele Menschen, besonders auch Frauen, in ihrer Würde verletzt oder ihrer Würde ganz beraubt und unmenschlich behandelt, sowohl bei uns als auch sonst in der Welt; überall  gibt es Formen von Verletzungen und Unterdrückung, sowohl physisch als auch psychisch.

Für diese Menschen wollen wir heute im Besonderen beten.

Lied: Du bist da wo Menschen leben, Lobe 55

Hinführung: Der Psalm 8 trägt in der Einheitsübersetzung den Titel: „Die Herrlichkeit des Schöpfers – die Würde des Menschen“. Das Lob auf Gottes Größe ist der Rahmen und kommt in den Versen am Anfang und am Schluss zum Ausdruck. In der Mitte des Psalms wird das Sein des Menschen in den Blick genommen: „Was ist der Mensch, dass Du an ihn denkst“ und „Du hast ihn nur wenig geringer gemacht als Gott“. Diese Verse drücken auch mein Staunen aus: Gott in SEINER Größe nimmt sich jedes Menschen an. ER sieht auf jeden und jede und nimmt ihn in seiner Würde ernst. Der Psalm lädt uns ein, jeden Menschen in seiner Größe und Würde wahrzunehmen.

Die Herrlichkeit des Schöpfers – die Würde des Menschen  – Psalm 8

Herr, unser Herrscher, wie gewaltig ist dein Name auf der ganzen Erde; über den Himmel breitest du deine Hoheit aus. Aus dem Mund der Kinder und Säuglinge schaffst du dir Lob, deinen Gegnern zum Trotz; deine Feinde und Widersacher müssen verstummen. Seh ich den Himmel, das Werk deiner Finger, Mond und Sterne, die du befestigt: Was ist der Mensch, dass du an ihn denkst, des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst? Du hast ihn nur wenig geringer gemacht als Gott, hast ihn mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt. Du hast ihn als Herrscher eingesetzt über das Werk deiner Hände, hast ihm alles zu Füßen gelegt: All die Schafe, Ziegen und Rinder und auch die wilden Tiere, die Vögel des Himmels und die Fische im Meer, alles, was auf den Pfaden der Meere dahinzieht.

Herr, unser Herrscher, wie gewaltig ist dein Name auf der ganzen Erde!

Lied: Misericordias domini, Lobe 44

Fürbittgebet: Herr Jesus, Du hast dich vor allem den Menschen zugewandt, die verletzt und missachtet wurden. Lass auch uns aufmerksam sein gegenüber jedem Menschen und sei bei denen, die ihrer Würde beraubt sind.

Lied: O Lord hear my prayer, Lobe 48

Vater unser

Segen: Treuer Gott, Dein Angesicht ist uns Menschen zugewandt. Lass uns und alle Deine Sorge und Liebe spüren. Behüte alle, an die wir besonders denken und schenke uns Deinen Segen. Amen

Lied: Evensong, 1+3. Str, Lobe 103

Januar 15, 2021

Wir rufen einander

Abgetan sind die vielen Namen.
Was bleibt, ist der eine, der gleiche
von Mensch zu Mensch,
vom Menschen zu Gott.
Wir atmen ihn ein und aus.
Wir stammeln ihn,
Leben an Leben gefaltet,
als innigstes aller Gebete:
Du

Wir stocken

machen Dich unkenntlich

verfloskeln Dich

in Theologinnensprache

Wir instrumentalisieren und

vergessen Dich

wo wir Deinen Namen laut herauszuschreien hätten

verschweigen Dich

Wir machen Dich für unser Dies und Das

verantwortlich

vergewaltigen Dich

entstellen Dein Wollen

ohne Ende

Wir verbergen Dich

und haben längst aufgehört Dich zu suchen

weil wir uns in Dir

gefunden zu haben glauben

Wir reden

aneinander vorbei

und bringen

das Reich Gottes

um unseren Verstand

inspiriert von Christine Busta

Januar 15, 2021

Wo wohnst Du? – Hören – kommen- sehen

  1. Sonntag im Jahreskreis B
    Rabbi, wo wohnst du? –
    Kommt und seht! (Joh 1,38.39) Erste Lesung 1 Samuel 3,3b-10.19

    In jenen Tagen schlief der junge Samuel im Tempel des HERRN, wo die Lade Gottes stand. Da
    rief der HERR den Samuel und Samuel antwortete: Hier bin ich. Dann lief er zu Eli und sagte:
    Hier bin ich, du hast mich gerufen. Eli erwiderte: Ich habe dich nicht gerufen. Geh wieder
    schlafen! Da ging er und legte sich wieder schlafen.
    Der HERR rief noch einmal: Samuel! Samuel stand auf und ging zu Eli und sagte: Hier bin ich,
    du hast mich gerufen. Eli erwiderte: Ich habe dich nicht gerufen, mein Sohn. Geh wieder
    schlafen! Samuel kannte den HERRN noch nicht und das Wort des HERRN war ihm noch nicht
    offenbart worden.
    Da rief der HERR den Samuel wieder, zum dritten Mal. Er stand auf und ging zu Eli und sagte:
    Hier bin ich, du hast mich gerufen. Da merkte Eli, dass der HERR den Knaben gerufen hatte.
    Eli sagte zu Samuel: Geh, leg dich schlafen! Wenn er dich ruft, dann antworte: Rede, HERR;
    denn dein Diener hört. Samuel ging und legte sich an seinem Platz nieder.
    Da kam der HERR, trat heran und rief wie die vorigen Male: Samuel, Samuel! Und Samuel
    antwortete:
    Rede, denn dein Diener hört. Samuel wuchs heran und der HERR war mit ihm und ließ keines
    von all seinen Worten zu Boden fallen.
    Zweite Lesung 1 Korinther 6,13c-15a.17-20
    Schwestern und Brüder! Der Leib ist nicht für die Unzucht da, sondern für den Herrn und der
    Herr für den Leib. Gott hat den Herrn auferweckt; er wird durch seine Macht auch uns
    auferwecken.
    Wisst ihr nicht, dass eure Leiber Glieder Christi sind? Wer sich an den Herrn bindet, ist e i n
    Geist mit ihm. Meidet die Unzucht! Jede Sünde, die der Mensch tut, bleibt außerhalb des
    Leibes. Wer aber Unzucht treibt, versündigt sich gegen den eigenen Leib.
    Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch wohnt
    und den ihr von Gott habt? Ihr gehört nicht euch selbst; denn um einen teuren Preis seid ihr
    erkauft worden. Verherrlicht also Gott in eurem Leib!
    Evangelium Johannes 1,35-42
    In jener Zeit stand Johannes am Jordan, wo er taufte, und zwei seiner Jünger standen bei ihm. Als
    Jesus vorüberging, richtete Johannes seinen Blick auf ihn und sagte: Seht, das Lamm Gottes! Die
    beiden Jünger hörten, was er sagte, und folgten Jesus.
    Jesus aber wandte sich um, und als er sah, dass sie ihm folgten, sagte er zu ihnen: Was sucht ihr? Sie
    sagten zu ihm: Rabbi – das heißt übersetzt: Meister –, wo wohnst du? Er sagte zu ihnen: Kommt und
    seht! Da kamen sie mit und sahen, wo er wohnte, und blieben jenen Tag bei ihm; es war um die
    zehnte Stunde.
    Andreas, der Bruder des Simon Petrus, war einer der beiden, die das Wort des Johannes gehört
    hatten und Jesus gefolgt waren. Dieser traf zuerst seinen Bruder Simon und sagte zu ihm: Wir haben
    den Messias gefunden – das heißt übersetzt: Christus – der Gesalbte. Er führte ihn zu Jesus. Jesus
    blickte ihn an und sagte: Du bist Simon, der Sohn des Johannes, du sollst Kephas heißen, das
    bedeutet: Petrus, Fels.
    Zum Nachdenken
    Die gesamte Bibel erzählt uns immer wieder von der Geschichte Gottes mit den Menschen und von seinem Ruf an einen oder mehrere Menschen, weil Gott für jede und jeden einzelnen eine bestimmte Berufung vorgesehen hat.
    Zwei dieser Berufungsgeschichten werden in den heutigen Schriftstellen exemplarisch vorgestellt.
    An Samuel, einem der großen Propheten des Alten Bundes, fasziniert seine Sensibilität und seine Verfügbarkeit. Literarisch sehr kunstvoll angelegt: Die AnSprache Gottes im Traum, eine echte Ein-Gebung an der Lade Jahwes, am heiligen Ort. Nicht umsonst wiederholt sich die Szenerie drei Mal, bis sie „zum Ziel“ führt, der Antwort auf Gottes Ruf, die offenbar manches Mal Zeit braucht. Nicht immer scheint die Konfrontation mit dem Ruf Gottes so „umwerfend“ zu sein, dass jeder alles stehen und liegen lässt, um IHM nachzufolgen. Samuel brauch Elis Hilfe, um wirklich von Herzen für eine unmittelbare Gottesbegegnung bereit zu sein und für den Weg, den Gott mit ihm gehen will. Dankbar anerkennt er auf seinem Weg die begleitende Lebensweisheit des alten Eli. In der Berufungsgeschichte des Samuel steht vor allem auf die innere HörBereitschaft des Menschen im Mittelpunkt. Ge-horchen kann dem Wort Gottes nur der Mensch, der bereit ist, Sein Wort auch wirklich hören zu wollen. Die eigene -vor allem innere- Hellhörigkeit immer wieder neu zu schulen und mit dem äußeren Hören abzugleichen, ist Voraussetzung dafür, dass Gottes Ruf jede/n einzelnen von uns auf das ihr/ihm zugedachte sinnvolle Lebensziel hinführen kann. Das gibt uns viel Verantwortung im Hinblick auf die Mitgestaltung unserer Zukunft, auch jener jenseits von Raum und Zeit nach unserem Tod, weil sie aus den Steinen des jetzigen Lebens gebaut wird. Ein Gehorchen, das aus dem wachsamen, aufmerksamen Hören kommt, „muss“ als logische innere Konsequenz unser gesamtes Leben verändern, und führt zu einem achtsamen, verantwortungsbewussten, menschenwürdigen Umgang mit uns selbst und den anderen, worauf Paulus in der zweiten Lesung abzielt.
    In ähnlicher Weise spielt sich die Begegnung zwischen Jesus und den beiden Jüngern ab. Am Ufer des Jordan werden – auf das Zeugnis des Johannes, des Vorläufers, hin – zwei von dessen Jüngern auf ihn aufmerksam und folgen ihm. Jesus fragt sie nach ihrem Wunsch und lädt sie ein: „Kommt und seht“. Ohne jeden Zwang erfolgt diese Einladung als Angebot. Jesus lädt die Menschen ein, in Freiheit und auf der Basis der Freundschaft und Zuwendung, die von ihm ausgeht, auf Wahrheit und Glauben zuzugehen.
    „Kommt und seht“ – der erste Schritt ist, Jesus und seine Lehre kennenzulernen. Doch „kommt und seht“,
    verbunden mit dem alttestamentlichen „hören“ bedeutet in der Folge auch, mit ihm zu gehen, bei ihm zu
    bleiben, ihn tiefer zu erfahren und aus der tiefen Begegnung seiner eigenen Berufung auf die Spur zu kommen. Zum Menschsein und zum Leben aus der Beziehung mit Christus sind wir alle berufen: berufen, jeden Tag um die eigene Aufgabe, um den eigenen Weg zu wissen; berufen, an jedem Tag Christus zu begegnen und zu erfahren, dass er hier und jetzt mitgeht. Auf welche Weise dies konkret geschieht, ist für jede/n unterschiedlich. Nicht jede/r ist Kephas – aber jede/r hat einen persönlichen Namen, verbunden mit einem nur für sie/ihn bestimmten Weg

Januar 11, 2021

Gebet in der Welt

11.1.2021

Einführung

Einen herzlichen Gruß euch allen, die ihr dieses „Gebet in der Welt“ heute mitbetet. Es ist das
erste in einem neuen Jahr, das neben vielem anderen auch geprägt ist von der wachsenden
Hoffnung, dass wir uns bald wieder näherkommen und uns real begegnen und berühren dürfen.
In den vergangenen Monaten ist dieses Thema „Nähe“ und „Berührung“ immer mehr in den Fokus
der öffentlichen Aufmerksamkeit gerückt.
Immer schon waren Menschen einsam und hungerten nach Berührung und der Nähe eines
anderen Menschen, immer schon starben Menschen ohne eine tröstende, Halt gebende Hand, die
sich behutsam auf ihre gelegt hat. Aber dass so etwas für so viele Menschen weltweit einfach
grundsätzlich verboten und verunmöglicht wurde – sowohl das Nähe-Empfangen als auch das
Nähe-Schenken –, das ist neu.
Ich lade euch ein, heute für alle Menschen zu beten, die sich nach Berührung und Nähe sehnen.

Lied Geist der Zuversicht, Lobe 125

Hinführung

Unsere Gesellschaft verarmt „berührungstechnisch“, unsere Haut voll Hunger nach Berührung. Vielerorts
werden die Auswirkungen des Mangels an körperlichen Berührungen thematisiert.
Zu wenig vertrauensvolle körperliche Nähe bewirkt, dass Menschen seelisch und körperlich
verletzbarer und kränker werden, als es vielleicht schon vor Beginn der Coronapandemie war. Auch damals gab es schon einen für viele sensible Menschen über Jahrzehnte hinweg wahrnehmbaren Entfremdungsprozess der Menschen untereinander. Wenn es in meinem Job nur auf das anzukommen scheint, was ich (nicht) leiste, unabhängig von meiner Person und Persönlichkeit, werde ich funktionalisiert oder funktionalisiere andere, wenn sie sich für mich nur noch in Zahlen, Lohnsummen und Kennziffern abbilden.

Wohltuende Berührung ist heilsam in jeder Hinsicht

Jesus wusste das. Er nahm Kinder in seine Arme, legte ihnen die Hände auf und segnete sie. Er
wusch den Jüngern die Füße und ließ sie an seine Brust lehnen. Er nahm das gestorbene
Mädchen an der Hand und hieß sie aufZUERstehen. Er berührt die Augen der Augen- und Herzensblinden und macht sie sehend, bis heute. Selbst in der scheuen Berührung durch die blutflüssige Frau wird heilsame Kraft wirksam. Den auch heute noch Taub- und Stummgemachten legt er die Finger in Ohren, Herz und Seite (Thomas) und berührt seine Zunge mit Speichel. Er schreckte auch nicht davor zurück, Aussätzige anzufassen.


Segen und die Kraft, heil zu werden, wird körperlich weitergegeben, ist ein zutiefst sinnliches und ganzheitliches Erleben, weshalb es auch so unsinnig ist, „Gegenstände zu segnen“ (so, als ob wir es könnten) oder sie „der Segensgewalt Gottes“ anzuvertrauen…


Evangelium + Aus dem heiligen Evangelium nach Markus (Mk 10,13-16)
Und sie brachten Kinder zu ihm, damit er sie anrühre.
Die Jünger aber fuhren sie an.
Als es aber Jesus sah, wurde er unwillig und sprach zu ihnen:
Lasset die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht, denn solchen gehört das Reich Gottes.
Wahrlich, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht empfängt wie ein Kind, der wird nicht
hineinkommen.
Und er herzte sie und legte die Hände auf sie und segnete sie. . (Lutherbibel 2017)

Stille

Lied Bei Gott bin ich geborgen, Lobe 35

Fürbitten Beten wir für alle Menschen, die sich nach wohltuender Nähe und Berührung sehnen.
Beten wir auch für die, die Angst haben vor Nähe, weil sie Berührung als übergriffig, verletzend
und schmerzhaft erlebt haben.

Liedruf: Bonum est confidere, Lobe 36

Vater unser

Segne Vater, segne unsere Augen.
Schenke uns einen Blick voll Liebe für die Menschen, denen wir begegnen.
Segne unsere Ohren.
Öffne sie auch für das Unausgesprochene – die Sehnsucht und die Not und dass jemand uns
braucht.
Segne unseren Mund.
Lass uns Worte voll Vertrauen und Hoffnung sprechen, die wahr sind und Mut machen.
Segne unsere Hände.
Lass uns spüren, wann eine zärtliche, Halt gebende und segnende Berührung guttut.
Segne unseren ganzen Körper.
Mach ihn zu einem Werkzeug, das durchlässig ist für deine heilsame Kraft und deine Liebe.
Segne uns in dieser Nacht und immer. Und alle Menschen, an die wir heute gedacht und die wir vergessen haben-mit oder ohne Absicht.

Evensong Strophen: 1,4,5, Lobe 103

Dezember 26, 2020

Geben und Vergeben

Gott,

ich danke dir für die Menschen,
die mir Heimat ermöglichen
und mir ein Dach für Leib und Seele schenken.
Sie geben mir das Wichtigste.
Sie sind meine Familie.

Gott,
eine besondere Form zu geben ist das Vergeben.
Vergeben gibt die Chance zum Neuanfang.
Beim Vergeben gebe ich vieles her
und werde reich beschenkt.

Gott,
gib mir die Kraft zum Geben und Vergeben.
Mach unsere Familien zu einem Ort
des Gebens und Vergebens.
Dann können wir viel Gutes tun.

Franz Troyer

Dezember 16, 2020

Wendet Euch mir zu…

Wendet euch mir zu und lasst euch erretten, alle Enden der Erde, denn ich bin Gott und sonst niemand!                                (Jes 45,22)
Foto: Ingrid Penner
Bis an die Enden der Erde 

An allen Enden der Erde
liegt die Schöpfung in Wehen
ringen Menschen um Atem
flehen Hungrige nach Speise
singen Traurige ihre Klagelieder 
Bis an die Enden der Erde
spannt sich deine Gnade
reicht deine Barmherzigkeit
weht dein göttlicher Geist
reicht dein menschgewordenes Wort 
Für alle Enden der Erde
bring uns Rettung
Dein ist der Kosmos
mit allem was darin ist
Du unser Gott 
Irene Unterkofler
Dezember 7, 2020

Veranstaltung: Wenn Gott spricht-Wie redet Gott mit uns?

Dezember 6, 2020

Seelenleiter

fax-20160927215708

Dezember 6, 2020

Die singenden Wildkirschen

Ein grünes Flattern, unser Chlorophyll,

pickt Zucker aus der Luft und

fliegt nach innen.

Vermehrung heißt, sich Vögel zu ersinnen als Fruchtgefäß

das sich in Federn hüllt

und gleitet hoch zur Sonne und zergeht im Blau.

So unerreichbar ist das Licht, und tief in uns wird’s schwer und ein Gewicht von Laub, das ganz aus Gegenwart besteht.

Und wann du nun den Heiligen Gott in seinem Himmel anbetest / so betest Ihn in dem Himmel / der in dir ist / an.